Berichte

20. Fußwallfahrt der Pfarren Gerasdorf und Seyring nach Mariazell – für uns Beide war es das Erste Mal.

 

Viele Jahre hatten wir uns schon vorgenommen an der Wallfahrt teilzunehmen. Heuer war es dann endlich soweit. Der Termin hat gepasst und so sind wir am 21.6.2917 mit 21 weiteren Pilgern gemeinsam von Gerasdorf aufgebrochen.
Das Ziel des Pilgerns ist das Gehen des Weges selbst. Dabei offenbart sich nicht selten eine Erfahrung von Freiheit. Ein Pilgerweg ist immer auch ein Weg zu sich selbst. Die persönlichen religiösen Überzeugungen können dabei sehr individuell sein.

 

Tag 1 – die Suche nach dem Ausgangspunkt

 Nach dem frühmorgendlichen Segen von Pfarrer Branko in der Gerasdorfer Kirche sind wir mit der Schnellbahn nach Mödling aufgebrochen. Doch schon am Praterstern war die Reise zu Ende – Kabelbrand zwischen Meidling und Mödling. Doch wie erreichen wir jetzt unseren Ausgangspunkt, das Stift Heiligenkreuz? Handys wurden gezückt, nach Alternativen wurde gesucht und eine Irrfahrt quer durch Wien begann. U1, U4, U6 nach Meidling. Mit 62 und 18 zurück zum Hauptbahnhof. Jetzt wurde klar, dass Heiligenkreuz an diesem Tag für uns nicht mehr erreichbar war. Neues Ziel war nun Weißenbach an der Triesting. Dieses haben wir dann mit Badner Bahn und Bus um 11:00 erreicht. Dort sind wir dann mit dem Rest unserer Gruppe zusammengetroffen, die Dank Friedls Hilfe mit dem Begleitfahrzeug von Heiligenkreuz hierher transportiert wurden.

Eigentlich „noch nichts“ gegangen und doch war es schon Zeit für eine Stärkung. Nach einer kurzen Rast ging es nun endlich los. Peter sprach die einführenden Worte, ein von Doris angestimmtes Lied und dann Abmarsch Richtung Karnerwirt. Doch schon nach wenigen Metern die nächste Überraschung – der Rosenkranz. Wir als Neulinge und auch einige Andere die das 1. Mal dabei waren hatten damit größere Probleme. Bis wir das System des Gebetsablaufes durchschaut hatten hat es doch einige Zeit gedauert und so war der 1.Rosenkranz doch ein kleineres Durcheinander.

Jetzt war dann endlich Zeit die Natur zu genießen und die ersten Kontakte mit den Teilnehmern der Pilgergruppe zu schließen. Von Weißenbach ging es über das Kienthalkreuz und das Rote Kreuz Richtung Muggendorf zum Karnerwirt. Nach der anfänglichen Hitze haben uns ein paar Wolken geholfen unser Ziel bei angenehmeren Temperaturen nach ca. 6 Stunden zu erreichen. Die Zimmer wurden bezogen, und danach gab es ein gemütliches Abendessen mit netten Gesprächen und das eine oder andere Glas Wein.

Statt 30 nur 14 km gegangen, aber schon am nächsten Tag hat sich gezeigt, dass der schonende Beginn auch sein Gutes hatte.

 

Tag 2 – von Muggendorf nach Schwazau im Gebirge

 Nach einem morgendlichen Gebet gleich neben dem Karnerwirt, sind wir kurz nach 7:00 aufgebrochen. Herrliches Wetter, kaum eine Wolke am Himmel und gleich der 1. Anstieg. Über den Eichberg nach Gutenstein und von dort dann über den Wurzelweg hinauf zum Mariahilfberg und der dortigen Wallfahrtskirche.

Jetzt müssen wir einmal etwas näher auf den Friedl eingehen der unser Begleitfahrzeug gefahren hat. Immer wieder hat er auf der Strecke auf uns gewartet und uns mit Essen und Trinken versorgt, was an diesem heißen Tag besonders wichtig war. Was hätten wir nur ohne ihn gemacht?

In der Wallfahrtskirche hat Peter das Evangelium vorgelesen und eine kurze Predigt abgehalten. Beim anschließenden gesungenen Vater Unser hat sich dann die Gruppe schon sehr harmonisch gezeigt.

Weiter ging es durch das wildromantische Klostertal hinunter auf die Bundesstraße und zur Mittagsrast beim Jörglhans. Nach einer kurzen Stärkung sind wir dann in das Urgersbachtal aufgebrochen. Bei der Hutbauerkapelle gab es wieder eine Rast und danach haben wir unseren 2.Rosenkranz gebetet. Siehe da, wir hatten alle wirklich gut aufgepasst. Das lief ja fast schon „wie geschmiert“ und hat uns auch anerkennendes Lob von Doris eingebracht.
Der Marsch bis zur Bundesstraße hat sich dann bei der großen Hitze ziemlich gezogen. Retter in großer Not war dann wieder unser Friedl, der mit Stärkungen und Spritzwein schon auf uns gewartet hat. Aber es lagen noch einige km vor uns und das Wetter hatte kein Erbarmen. 3 km auf der Bundesstraße bei Gluthitze und dann noch ein letzter Berg hinüber nach Schwarzau im Gebirge. Die heutige Strecke von ca. 30 km hat uns wirklich alles abverlangt. Um ca. 18:00 sind wir bei der Bachlwirtin eingelangt. Das Wirtshaus, die Zimmer und die Wirtin sind wirklich sehr originell. Gott sei Dank wurden wir von Martha schon darauf vorbereitet. Aber was soll‘s, ein Pilger ist froh wenn ihm Unterkunft gewährt wird, und die Forellen waren ja wirklich ganz ausgezeichnet.

 

 Tag 3 – von Schwarzau im Gebirge nach Frein

Obwohl die heutige Strecke mit ca. 20 km etwas kürzer ist, haben wir beschlossen schon etwas früher aufzubrechen damit wir der großen Hitze entgehen. Doch in der Nacht hatte es ziemlich gewittert und auch beim Aufbruch war es noch sehr bewölkt. Die ersten Kilometer führten uns über die Bundestraße durch das Preintal wo am Ende der Straße wieder der Friedl auf uns wartete. Sonne und Wolken wechselten rasch, aber der blaue Himmel schien sich immer mehr durchzusetzen. An diesem Tag war kein weiterer Treffpunkt mehr möglich, und so mussten wir uns mit Essen und Trinken für den ganzen weiteren Weg versorgen lassen. Es folgte ein langer steiler Aufstieg über eine Forststraße. Bei der Abzweigung zur Gscheidlhöhe begann es dann zu gewittern. Der Regenschutz wurde übergestreift und die Schirme gezückt. Auf dem Aufstieg zur Gscheidlhöhe wird einem dann erstmals optisch so richtig bewusst dass man auf einer Wallfahrt ist. Hunderte von Gedenktafeln säumen den Weg zu beiden Seiten. Von einfachen Holztafeln bis zu kleinen Monumenten ist alles vertreten. Auf der Höhe angekommen scheint das Gewitter überstanden zu sein. Aber weit gefehlt. Kurze sonnige Abschnitte wechseln mit strömenden Regenschauern und das alles im 5-Minutentakt. Nicht einmal eine regenfreie Mittagspause war uns gegönnt. Dafür waren die Abstiege durch den feuchten Wald ein Genuss für die Seele. Die kurzen Sonnenfenster erzeugten die verschiedensten Grünschattierungen in den leuchtendsten Farben. Bis wir dann um ca. 14:00 bei unserem Ziel, dem Freinerhof, ankamen, waren einige schon bis auf die Haut durchnässt. Der Freinerhof war ein wahres Luxusquartier das auch die Trocknung unserer durchnässten Bekleidung erleichterte. Vor dem Abendessen gab es noch eine von Peter und Doris gestaltete Rosenkranzandacht in der einfachen aber schönen Kirche von Frein.
Schon am Nachmittag haben sich unsere Frauen zusammengetan um einen wunderschönen Blumenkranz für den Schmuck unseres Pilgerkreuzes zu flechten. Ein gemütliches letztes gemeinsames Abendessen bildete den Abschluss dieses ereignisreichen Tages.

 

 Tag 4 – Ankunft und Abschluss in Mariazell

 Schon um 6:30 versammeln wir uns vor dem Freinerhof zu einem gemeinsamen Gebet, und dann geht es auch schon los mit unserer letzten Pilgeretappe nach Mariazell. Das Wetter ist heute wieder schön. Bei angenehmer Temperatur geht es entlang des Freiner Bachs und des Brunnbachs und dann hinauf zur Höhenreithalm. Nach einer kurzen Rast geht es wieder hinunter bis wir dann um ca. 10:00 den Mooshubenwirt erreichen. Dort wartet schon der Friedl auf uns mit der letzten Stärkung für den Schlussabschnitt. Jetzt kommt auch unser festlich geschmücktes Pilgerkreuz zum Einsatz. Joachim übernimmt die Aufgabe das Kreuz die letzten beiden Stunden bis Mariazell zu tragen. Nachdem wir das Halltal erreicht haben steht uns jetzt nur mehr der letzte Schlussanstieg auf den Kreuzberg bevor. Noch einmal kommen wir in der strahlendenSonne heftig ins Schwitzen. Beim „luckerten Kreuz“ sind wir dann endlich oben angekommen. Nach altem Volksglauben müssen heiratslustige Mädchen dreimal oder neunmal betend hindurchgehen, um einen guten Mann zu bekommen.

 Für den Einmarsch in Mariazell nehmen wir Aufstellung in Zweierreihe mit Joachim und Doris an der Spitze unseres Zuges. Ab dem ersten Anblick der Basilika werden Marienlieder gesungen und wir ziehen hinein nach Mariazell. Vorbei an Pfarrer Branko, der auch soeben angekommen ist, bis hin zum Kirchentor. Wir kommen gerade zu recht zu einer Messe wo die Wandlung stattfindet.

 Danach gibt es noch ein gemeinsames Mittagessen bei den „Drei Hasen“ bevor wir zum, von unserem Pfarrer Branko gehaltenen, Abschlussgottesdienst in der Michaelskapelle aufbrechen. Die musikalische Begleitung der Messe übernimmt Doris mit ihrer Gitarre.

 Und so sind wir nun am Ende unserer Pilgerreise angelangt. Es waren für uns wirklich wunderschöne Tage in einer sehr harmonischen Gruppe. Es war teilweise anstrengend, unterhaltsam, aber auch mit Zeit zur Besinnung, und so sind wir dankbar an diese Wallfahrt teilgenommen zu haben.

 

Einen herzlichen Dank an:
Martha für die Organisation
Friedl unseren Begleitfahrer
Peter und Doris für die liturgische Begleitung
Grete für die perfekte Routenführung
Martin für die Gestaltung der T-Shirts

 und natürlich auch an alle anderen Teilnehmer. Jeder einzelne hat zu dieser gelungenen Wallfahrt maßgeblich beigetragen. Wir sind bestimmt wieder einmal mit dabei.

 

                                                                                  Ilse und Norbert

Fronleichnam in Seyring

 

Es war ein beeindruckendes, feierliches Fest in Begleitung der Musikkapelle Gerasdorf,

der FF Seyring, der tüchtigen Ministranten, der süßen Blumenmädchen und zahlreicher SeyringerInnen geleitet von Hrn. Pfarrer Krieger.

 

                                                                                                 Margarete Insam-Polleros

Fronleichnam in Gerasdorf

 

Am Donnerstag, den 15.6.2017 wurde die Fronleichnamsmesse mit Aushilfskaplan Mag. Saviour Chidobere NWAIWU gefeiert, danach war der traditionelle Umzug mit Kreuz, Kirchenfahnen, Feuerwehr, 1. Gerasdorfer Musikverein, blumenstreuenden Kindern, Ministranten und Himmel mit dem Allerheiligsten zu den 4 Altären.

 

Ein großer Dank an allen Mitwirkenden, vor allem an Frau Marianne Schlederer für die Gesamtorganisation.

                                                                                       Martina Tröstler

 

Martina Tröstler

Martina Tröstler

Bittgang mit Agape

 

 

 

Die Tage vor Christi Himmelfahrt findet traditionell Bittgänge auf Fluren, Ackern und Feldern statt um für reiche und gute Ernte zu bitten.

 

 

 

 

 

 

Am Mittwoch, den 24. Mai nahmen rund 40 Bäuerinnen und Bauern sowie Gläubige am Bittgang in der Pfarre Gerasdorf teil. Die Prozession führte zum Marterl beim Fabriksweg, über die Bahnstraße wieder zurück in den Pfarrhof. Hier wurden die Gläubigen mit Kuchen und Broten von den Bäuerinnen und Bauernbund bewirtet.

 

Die Kinder spielten auf der Pfarrwiese und genossen das prächtige Wetter, während sich die Erwachsenen gemütlich unterhielten.

                                                                                           Andrea Neumayr-Musser

 

 

Ratschen 2017 Gerasdorf Ort

Osterratschen 2017
23 Kinder und Jugendliche waren von Gründonnerstag bis Karsamstag im ganzen Ort unterwegs um den Brauch des Osterratschen aufrecht zu halten.
Sie waren mit großer Freude und Begeisterung dabei, dafür möchten wir uns recht herzlich bei allen bedanken.
Wir möchten uns auch  bei der Bevölkerung bedanken, die die Kinder und Jugendlichen bei ihrem "Ostereinsatz" überall besonders freundlich aufgenommen haben.

(Martina und Gudrun)
Martina Tröstler

 

Ratschen 2017 Oberlisse